Gilets Jaunes: Die Gelben Westen in Frankreich

Hier veröffentlichen wir Artikel zur Gelbwesten-Bewegung in Frankreich. Die meisten Artikel stammen von unseren französischen GenossInnen, die im betrieblichen und gewerkschaftlichen Umfeld, im SchülerInnen- under Studierendenbereich und in der Bewegung der Gelben Westen aktiv sind, und versuchen diese Bereiche und Kämpfe mit gemeinsamen Perspektiven zusammen zu führen.

... und das ist nur der Anfang! Heute Abend hat Macron eine Rede von einer Viertel Stunde gehalten. Zuerst eine lange, drohende Einleitung: Er wird „strenge Anweisungen geben, um mit allen Mitteln Ruhe und Ordnung zurück zu bringen“. Also Repression, immer und wieder. DIE Maßnahme, die die Arbeiter angeblich beruhigen soll: 100 Euro Erhöhung des Mindestlohns.

Seit Mitte November hält die Bewegung der gelben Westen Frankreich in Atem, die sich nach den Warnwesten benennen, die sie als Erkennungszeichen überziehen. Deutsche Medien berichten vor allem von „Krawallen“ und Gewalt angeblicher politischer Extremisten.

 

Ist das das Erwachen der Arbeiterklasse? Auf seiner eigenen Klassenbasis? Wir werden es in den nächsten Tagen wissen. Auf jeden Fall steht die populäre und manchmal geradezu proletarische Natur der Bewegung der gelben Westen, die Tiefe der Wut, die sie zum Ausdruck bringt, außer Zweifel.

Am 17. November wurden in allen Regionen Frankreichs mindestens 2500 Straßenkreuzungen und Autobahnmautstellen blockiert, an denen laut Polizei mindestens 300 000 Demonstrant*innen in gelben Warnwesten teilnahmen – der obligatorischen Ausrüstung aller Fahrzeuge und zugleich Erkennungsmerkmal der Bewegung.

Wer ist die RSO?
 
Die RSO (Revolutionär Sozialistische Organisation) arbeitet am Aufbau einer Organisation, die in Kämpfen eine Perspektive über den Kapitalismus hinaus aufzeigen kann. Wir nehmen an Demonstrationen und Aktionen teil, diskutieren solidarisch über unser Verständnis von Politik und welche Strategien wir brauchen und tauschen uns mit anderen AktivistInnen aus. Wir sind in Wien aktiv, haben aber Kontakt zu Gruppen und AktivistInnen in anderen österreichischen Städten und anderen Ländern.
 
Für Revolution und Sozialismus einzutreten, bedeutet über den engen Kreis der Linken hinauszuwirken und unsere Ideen in der ArbeiterInnenklasse zu verbreiten. Wir geben deswegen seit mehreren Jahren das Betriebsflugblatt Klartext in Wiener Krankenhäusern heraus, mit dem wir Missstände anprangern, KollegInnen ein Sprachrohr bieten und versuchen, Basisaktivitäten zu vernetzen. Mit anderen AktivistInnen gemeinsam haben wir die Initiative Care Revolution aufgebaut und diverse Demonstrationen und Protestaktionen organisiert
 
Für uns ist der Kampf gegen konkrete Ausbeutung am Arbeitsplatz, Unterdrückung durch Sexismus und Rassismus und die katastrophale Umweltzerstörung immer Verbunden mit einem Kampf gegen den Kapitalismus, der eine solidarisches Zusammenleben verhindert.