Klimawandel, Kapitalismus und Widerstand

 

Die RSO beschäftigt sich seit Jahren mit den unterschiedlichen Auswirkungen des Kapitalismus auf Mensch und Natur. Mit den Schulstreiks #fridayforfuture entsteht eine Jugendbewegung, die die Notwendigkeit einer dringenden Veränderung der Art wie wir Wirtschaften und Leben, aufzeigt. Wir bringen uns nach Möglichkeit mit unseren Positionen in der Bewegung ein und zeigen die Verbindung zwischen Kapitalismus und Klimawandel auf. 

Der Klimawandel bedroht immer größere Teile der Weltbevölkerung und auch in der öffentlichen Wahrnehmung wird Umwelt- und Klimaschutz immer dringlicher: Uns läuft die Zeit davon. Obwohl in Deutschland nur ungefähr 1 % der Weltbevölkerung lebt, werden hier fast 2 % der weltweiten Treibhausgase in die Luft gepustet. Und obwohl sich Merkel mal als „Klimakanzlerin“ feiern ließ, sind die deutschen Emissionen in den letzten 10 Jahren kaum gesunken.

Autofahren ist heute ein zentrales Element der westeuropäischen Alltagskultur. Gleichzeitig gibt es gerade in der Linken massive Kritik am Stellenwert und der Dominanz des motorisierten Individualverkehrs. Wir versuchen uns an einem marxistischen Standpunkt.

Fahrradfahren erfreut sich als innerstädtisches Fortbewegungsmittel in den letzten Jahren zunehmender Beliebtheit; es ist billig, schnell, gesund und schont die Umwelt. Doch Fahrradfahren ist weit davon entfernt, einfach nur eine Fortbewegungsart zu sein. Hier soll das Phänomen etwas grundsätzlicher und vor allem politisch diskutiert werden.

 

Der Klimagipfel in Kopenhagen ist eindrucksvoll gescheitert. Was antikapitalistische AktivistInnen im Protest gegen diese Klima-Farce erleben mussten und was dahinter steckt, berichtet Felix Fischer von der RSO Berlin, der an den Demonstrationen in Kopenhagen teilnahm.

 

Im Kapitalismus ist kein nachhaltiger Klimaschutz möglich. Der Klimawandel ist stark mit der kapitalistischen Wirtschaftsweise verwoben, genau diese wird aber in Kopenhagen nicht in Frage gestellt. Stattdessen wird dort der „Klimaschutz“ profitbringend in den kapitalistischen Markt eingebunden. Die entstehenden Kosten werden auf die Lohnabhängigen abgewälzt, die ergriffenen Maßnahmen verschärfen soziale und ökonomische Ungleichheiten.

Der Umstand, dass die Welt auf eine ökologische Katastrophe zusteuert, ist praktisch zum unterhinterfragten Gemeinplatz geworden. Kommt also eine „grüne“ Reform des Kapitalismus? Was bedeutet das für die Lohnabhängigen und antikapitalistische Kräfte? Zur Diskussion um einen „Grünen Kapitalismus“ und „Green New Deal“

Dieser Artikel analysiert die globale Nahrungsmittelkrise 2008, setzt die Preisanstiege in Verbindung mit kapitalistischen Prozessen und zeigt antikapitalistische Perspektiven der Proteste auf.

Wer ist die RSO?
 
Die RSO (Revolutionär Sozialistische Organisation) arbeitet am Aufbau einer Organisation, die in Kämpfen eine Perspektive über den Kapitalismus hinaus aufzeigen kann. Wir nehmen an Demonstrationen und Aktionen teil, diskutieren solidarisch über unser Verständnis von Politik und welche Strategien wir brauchen und tauschen uns mit anderen AktivistInnen aus. Wir sind in Wien aktiv, haben aber Kontakt zu Gruppen und AktivistInnen in anderen österreichischen Städten und anderen Ländern.
 
Für Revolution und Sozialismus einzutreten, bedeutet über den engen Kreis der Linken hinauszuwirken und unsere Ideen in der ArbeiterInnenklasse zu verbreiten. Wir geben deswegen seit mehreren Jahren das Betriebsflugblatt Klartext in Wiener Krankenhäusern heraus, mit dem wir Missstände anprangern, KollegInnen ein Sprachrohr bieten und versuchen, Basisaktivitäten zu vernetzen. Mit anderen AktivistInnen gemeinsam haben wir die Initiative Care Revolution aufgebaut und diverse Demonstrationen und Protestaktionen organisiert
 
Für uns ist der Kampf gegen konkrete Ausbeutung am Arbeitsplatz, Unterdrückung durch Sexismus und Rassismus und die katastrophale Umweltzerstörung immer Verbunden mit einem Kampf gegen den Kapitalismus, der eine solidarisches Zusammenleben verhindert.