Ungarn

Der folgende Artikel wurde vor mehr als 16 Jahren unter dem unmittelbaren Eindruck des offenen Beginns der kapitalistischen Konterrevolution im Februar 1990 geschrieben und in den Studientexten der Gruppe ArbeiterInnenstandpunkt im März 1990 veröffentlicht. Wir haben den Beitrag in der ursprünglichen Form belassen; lediglich die Rechtschreibung wurde aktualisiert, einige offenkundige Fehler und Ungenauigkeiten wurden beseitigt und Bezüge, die unmittelbar auf die Entstehungszeit hinweisen, anders formuliert (so etwa würde, mehr als 1½ Jahrzehnte nach 1989, die Formulierung, dass heute die kapitalistische Restauration auf der Tagesordnung stehe, nur Verwirrung hervorrufen).
Im Oktober 2006 ist es genau ein halbes Jahrhundert her, dass die ungarische Revolution von 1956 niedergeschlagen wurde. Ungarn war nach 1945 in den sowjetisch beherrschten Machtblock integriert worden, die Umwälzung der Produktionsverhältnisse war aber auch hier nicht das Ergebnis einer revolutionären Erhebung, sondern die Folge einer bürokratisch in Gang gesetzten Umwälzung.
Wer ist die RSO?
 
Die RSO (Revolutionär Sozialistische Organisation) arbeitet am Aufbau einer Organisation, die in Kämpfen eine Perspektive über den Kapitalismus hinaus aufzeigen kann. Wir nehmen an Demonstrationen und Aktionen teil, diskutieren solidarisch über unser Verständnis von Politik und welche Strategien wir brauchen und tauschen uns mit anderen AktivistInnen aus. Wir sind in Wien aktiv, haben aber Kontakt zu Gruppen und AktivistInnen in anderen österreichischen Städten und anderen Ländern.
 
Für Revolution und Sozialismus einzutreten, bedeutet über den engen Kreis der Linken hinauszuwirken und unsere Ideen in der ArbeiterInnenklasse zu verbreiten. Wir geben deswegen seit mehreren Jahren das Betriebsflugblatt Klartext in Wiener Krankenhäusern heraus, mit dem wir Missstände anprangern, KollegInnen ein Sprachrohr bieten und versuchen, Basisaktivitäten zu vernetzen. Mit anderen AktivistInnen gemeinsam haben wir die Initiative Care Revolution aufgebaut und diverse Demonstrationen und Protestaktionen organisiert
 
Für uns ist der Kampf gegen konkrete Ausbeutung am Arbeitsplatz, Unterdrückung durch Sexismus und Rassismus und die katastrophale Umweltzerstörung immer Verbunden mit einem Kampf gegen den Kapitalismus, der eine solidarisches Zusammenleben verhindert.