Irak

In zwölf Thesen setzen wir uns mit den imperialistischen Interessen im Irak und Syrien, dem Erstarken des Islamischen Staats und dem aufflammenden Rassismus gegenüber Muslimen in Europa auseinander.
Am 19.November 2005 tötete eine Einheit von Marineinfanteristen 24 Menschen in der Stadt Haditha und verübte damit eines der schwersten Kriegsverbrechen der US-Armee im Irak. Der letzte Angeklagte, Unteroffizier Frank Wuterich, kam letzten Dienstag mit einem milden Urteil davon. Er wurde zu einer Haftstrafe von 90 Tagen verurteilt, die er aus Verfahrensgründen aber nicht absitzen muss. Außerdem wurde er zum einfachen Gefreiten degradiert, muss aber nicht mit Gehaltseinbußen rechnen. Somit muss keiner der beteiligten und verantwortlichen Soldaten hinter Gitter.

Die Entwicklungen in Irak und in Syrien lassen sich hinlänglich nur im Kontext der Veränderungen im imperialistischen Weltsystem während der letzten Jahrzehnte verstehen. Gleichzeitig sind die politischen Eruptionen von der Ukraine über Syrien/Irak bis nach Ägypten ein Schlüssel zum Verständnis der Weltpolitik.

Es ist bereits fast drei Jahre her, dass der Tod des Fotografen Namir Noor-Eldeen und seines Fahrers Saeed Chmagh bekannt wurde. Wie sich jetzt herausstellt, wurden sie zusammen mit einem Dutzend anderer Irakis durch Beschuss aus US-Helikoptern getötet.