Iran

Die Lage im Iran ist für linke AktivistInnen in Europa oft schwierig einzuschätzen. Authentische Stimmen aus der iranischen Linken sind selten. Daher freuen wir uns, ein Interview mit Reza Shalguni, dem Generalsekretär der „Organisation Revolutionärer Arbeiter Irans“ (ORWI-Rahe Kargar), publizieren zu können. Anton Holberg sprach mit ihm über seine eigenen Erfahrungen mit der Repression, die Stärke der Linken und seine Perspektiven für die weitere Entwicklung des Landes.

Nach Wahlfälschungen infolge der 10. Präsidentschaftswahl im Iran kam es zur größten Protestbewegungen seit der Revolution von 1979. Verbitterung und Wut sind der Treibstoff der Bewegung. Doch die Bewegung ist weitgehend unorganisiert, eine klassenbewusste Widerstandsbewegung ist leider nicht in Sicht.

Wir veröffentlichen hier eine Erklärung der Gewerkschaft der Teheran und Vorstädte Vahed Bus Gesellschaft, die vor den Präsidentschaftswahlen publiziert wurde.
Anfang Februar 1979 war die Diktatur von Schah Reza Pahlevi endgültig besiegt. In den westlichen Medien ist meist von einer "islamischen Revolution" die Rede und auch in der Linken existieren oftmals sehr verzerrte Bilder. Wir bringen hier ein Interview mit einem revolutionären iranischen Aktivisten der am Aufstand selbst beteiligt war und verweisen auf eine längere Analyse der Ereignisse.
Wer ist die RSO?
 
Die RSO (Revolutionär Sozialistische Organisation) arbeitet am Aufbau einer Organisation, die in Kämpfen eine Perspektive über den Kapitalismus hinaus aufzeigen kann. Wir nehmen an Demonstrationen und Aktionen teil, diskutieren solidarisch über unser Verständnis von Politik und welche Strategien wir brauchen und tauschen uns mit anderen AktivistInnen aus. Wir sind in Wien aktiv, haben aber Kontakt zu Gruppen und AktivistInnen in anderen österreichischen Städten und anderen Ländern.
 
Für Revolution und Sozialismus einzutreten, bedeutet über den engen Kreis der Linken hinauszuwirken und unsere Ideen in der ArbeiterInnenklasse zu verbreiten. Wir geben deswegen seit mehreren Jahren das Betriebsflugblatt Klartext in Wiener Krankenhäusern heraus, mit dem wir Missstände anprangern, KollegInnen ein Sprachrohr bieten und versuchen, Basisaktivitäten zu vernetzen. Mit anderen AktivistInnen gemeinsam haben wir die Initiative Care Revolution aufgebaut und diverse Demonstrationen und Protestaktionen organisiert
 
Für uns ist der Kampf gegen konkrete Ausbeutung am Arbeitsplatz, Unterdrückung durch Sexismus und Rassismus und die katastrophale Umweltzerstörung immer Verbunden mit einem Kampf gegen den Kapitalismus, der eine solidarisches Zusammenleben verhindert.