Syrien

Die Gruppierung « Islamischer Staat » (IS) hat sich bis weit in den Irak ausgebreitet. Mit Hollywood-Ästhetik verbreiten sie die widerwärtigen Bilder ihres „Heiligen Krieges“: Enthauptungen, Massenmorde und religiöse Diktatur. Der Westen hat seine eigenen Gründe dieses Bild vom Todfeind der scheinbar „aufgeklärten“ Welt auch noch zu bestärken und versucht, seine Hände in Unschuld zu waschen.

Die Entwicklungen in Irak und in Syrien lassen sich hinlänglich nur im Kontext der Veränderungen im imperialistischen Weltsystem während der letzten Jahrzehnte verstehen. Gleichzeitig sind die politischen Eruptionen von der Ukraine über Syrien/Irak bis nach Ägypten ein Schlüssel zum Verständnis der Weltpolitik.

In zwölf Thesen setzen wir uns mit den imperialistischen Interessen im Irak und Syrien, dem Erstarken des Islamischen Staats und dem aufflammenden Rassismus gegenüber Muslimen in Europa auseinander.

Die Konflikte in Syrien wachsen sich zum BürgerInnenkrieg aus. Das Regime geht dabei mit brutaler Gewalt vor, die Opposition ist sehr zweifelhaft. Doch wie kann ein unabhängiger Standpunkt zur aktuellen Lage aussehen? Die syrische Marxistin Nasrin Hamad* und Michael Mlady analysieren die Lage.