Chile

Am 13. Oktober dieses Jahres wurden die seit über zwei Monaten eingeschlossenen 33 chilenischen Bergarbeiter befreit. Die Befreiungsaktion, die vor Patriotismus sprühte, war weit entfernt von einer kritischen Betrachtung des Geschehens.

Am 11. September 1973 wurde in Chile die linke Volksfront-Regierung unter Präsident Salvador Allende durch einen faschistischen Putsch gestürzt. 17 Jahre dauerte die Schreckensherrschaft der Militärs unter Augusto Pinochet, bis zu 80.000 ChilenInnen wurden ermordet, mehrere hunderttausend mussten ins Exil.
Mit Dokumenten der linken Bewegung in Chile. (Wiederabdruck einer Broschüre von Spartacus-BL aus dem Jahre 1973)

Am 10.12.2006 ist der chilenische Ex-Diktator Augusto Pinochet in einem Militärkrankenhaus im Kreise seiner Familie friedlich entschlummert. Für zehntausende seiner Opfer, die verhaftet, gefoltert und ins Exil getrieben wurden, für die Angehörigen der vielen tausend Ermordeten und für alle diejenigen, die sich der Linken und der ArbeiterInnenbewegung zugehörig fühlen, wird dieser Tag als Freudentag im Kalender angestrichen bleiben. Und doch bleibt ein schaler Nachgeschmack ...