Bolivien

Guillermo Lora, eine historische Führungspersönlichkeit des bolivianischen Trotzkismus, starb am 17. Mai 2009 in La Paz im Alter von etwa 87 Jahren - sein Alter war nicht ganz klar, weil er in den frühen 1920er Jahren in der Stadt Uncía im Department Potosí geboren wurde und nie eine Geburtsurkunde bekam.
Das ärmste Land Lateinamerikas blickt zurück auf ein Jahr des sozialen und politischen Kampfes. Die seit Februar andauernden Abwehrkämpfe gegen den Neoliberalismus brachten im Oktober den Präsident Gonzalo Sánchez de Lozada zu Fall. Sein Vize übernahm und versprach ein alternatives Wirtschaftsprogramm.

Mit faschistischen Schlägerbanden kämpft Boliviens Oligarchie für den Erhalt ihrer Privilegien. Doch ihr Einfluss ist begrenzt. Ein Gespräch mit Javo Ferreira, Mitglied der politischen Komission der "Arbeiterzentrale Boliviens" (COB), des bolivianischen Gewerkschaftsdachverbandes, und Aktivist der trotzkistischen „Revolutionären Arbeiterliga“ (LOR-CI).

Der bolivianische Präsident Evo Morales hat das Referendum über seinen Verbleib im Amt gewonnen. Was aber bedeutet das für die politische Situation im Land? Wir bringen hier eine Einschätzung der bolivianischen Liga Obrera Revolucionaria por la Cuarta Internacional...

Wer ist die RSO?
 
Die RSO (Revolutionär Sozialistische Organisation) arbeitet am Aufbau einer Organisation, die in Kämpfen eine Perspektive über den Kapitalismus hinaus aufzeigen kann. Wir nehmen an Demonstrationen und Aktionen teil, diskutieren solidarisch über unser Verständnis von Politik und welche Strategien wir brauchen und tauschen uns mit anderen AktivistInnen aus. Wir sind in Wien aktiv, haben aber Kontakt zu Gruppen und AktivistInnen in anderen österreichischen Städten und anderen Ländern.
 
Für Revolution und Sozialismus einzutreten, bedeutet über den engen Kreis der Linken hinauszuwirken und unsere Ideen in der ArbeiterInnenklasse zu verbreiten. Wir geben deswegen seit mehreren Jahren das Betriebsflugblatt Klartext in Wiener Krankenhäusern heraus, mit dem wir Missstände anprangern, KollegInnen ein Sprachrohr bieten und versuchen, Basisaktivitäten zu vernetzen. Mit anderen AktivistInnen gemeinsam haben wir die Initiative Care Revolution aufgebaut und diverse Demonstrationen und Protestaktionen organisiert
 
Für uns ist der Kampf gegen konkrete Ausbeutung am Arbeitsplatz, Unterdrückung durch Sexismus und Rassismus und die katastrophale Umweltzerstörung immer Verbunden mit einem Kampf gegen den Kapitalismus, der eine solidarisches Zusammenleben verhindert.