Argentinien

Ob von Milka Schokolade oder Jacobs Kaffee - das Logo von Kraft Foods ist im Supermarktregal weit verbreitet. Doch seit September dieses Jahres steht der Firmenname Kraft auch für einen Kampf der ArbeiterInnen im Norden von Buenos Aires.
Die seit acht Jahren besetze Keramikfabrik Zanon in Neuquén wurde nun auch offiziell den ArbeiterInnen übergeben. Wir bringen ein Interview mit Raúl Godoy, dem Gewerkschaftssekretär der BesetzerInnen.
Die seit acht Jahren besetze Keramikfabrik Zanon in Argentinien wurde vor kurzem offiziell den ArbeiterInnen übergeben. Am 20. August brachten wir ein Interview mit dem Gewerkschaftssekretär der BesetzerInnen , Raúl Godoy. Hier nun ein weiteres Interview, welches auch andere Aspekte beleuchtet. Hinweisen wollen wir auch auf die Filmvorführung der RSO Wien Antirassismus-Gruppe am 15.9., wo eine Doku über die „Fabrik ohne Chefs“ gezeigt wird. Zum Interview

Die Gewitterwolken mehren sich am argentinischen Horizont. Zu einem äusserst militant geführten, beinahe 4-monatigen Konflikt über Fragen der Besteuerung von Agrarexporten, der Mitte Juli (vorerst) mit einer demütigenden Niederlage für die Regierung von Cristina Fernandez de Kirchner endete, gesellen sich gegenwärtig rund 30 % Inflation. Hinzu kommen die sich drastisch eintrübenden Konjunkturaussichten der Weltwirtschaft, welche u. a. die wichtigen Soja-, Weizen- und Fleischexporte beeinträchtigen dürften. Ein Bericht aus Südamerika.

Wer ist die RSO?
 
Die RSO (Revolutionär Sozialistische Organisation) arbeitet am Aufbau einer Organisation, die in Kämpfen eine Perspektive über den Kapitalismus hinaus aufzeigen kann. Wir nehmen an Demonstrationen und Aktionen teil, diskutieren solidarisch über unser Verständnis von Politik und welche Strategien wir brauchen und tauschen uns mit anderen AktivistInnen aus. Wir sind in Wien aktiv, haben aber Kontakt zu Gruppen und AktivistInnen in anderen österreichischen Städten und anderen Ländern.
 
Für Revolution und Sozialismus einzutreten, bedeutet über den engen Kreis der Linken hinauszuwirken und unsere Ideen in der ArbeiterInnenklasse zu verbreiten. Wir geben deswegen seit mehreren Jahren das Betriebsflugblatt Klartext in Wiener Krankenhäusern heraus, mit dem wir Missstände anprangern, KollegInnen ein Sprachrohr bieten und versuchen, Basisaktivitäten zu vernetzen. Mit anderen AktivistInnen gemeinsam haben wir die Initiative Care Revolution aufgebaut und diverse Demonstrationen und Protestaktionen organisiert
 
Für uns ist der Kampf gegen konkrete Ausbeutung am Arbeitsplatz, Unterdrückung durch Sexismus und Rassismus und die katastrophale Umweltzerstörung immer Verbunden mit einem Kampf gegen den Kapitalismus, der eine solidarisches Zusammenleben verhindert.