Korea

In Nordkoreas stalinistischer Bürokratie rumort es wieder einmal. Offenbar hat Kim Jong-un seinen Onkel Jang Song-thaek, die zweitwichtigste Person im Regime hinrichten lassen. Über die Hintergründe der Exekution können selbst die imperialitischen Geheimdienste nur spekulieren. Wer sich hingegen für die Hintergründe des stalinistischen Systems in Nordkorea interessiert, kann sich ab nun unsere Broschüre "Stalinismus in Nordkorea" downloaden .

Nordkorea ist für die meisten ein Schurkenstaat, der verlässlich der "Achse des Bösen" angehört. Selbst sieht sich der Staat als sozialistisch, doch während große Teile der Bevölkerung unter elenden Lebensumständen leiden, genießt Parteiführer Kim Jong-il teuren Cognac. Wir dokumentieren hier einen Artikel zur Situation in Nordkorea, den Stefan Horvath von RSO und Revo Berlin im Oktober für die aktuelle Ausgabe der Revo-Zeitung "Revolution" geschrieben hat.
Das Thema der vorliegenden Broschüre mag auf den ersten Blick etwas skurril erscheinen: Was mag das wohl für eine Art von „Sozialismus“ sein, an dessen Spitze die "Sonne der Revolution", der "Leitstern des 21. Jahr­hunderts", ein "vom Himmel gesandter Held", aber gleichzeitig auch der "größte Schriftsteller der Welt", der "Ewige Schoß heißer Liebe" und ein "Mensch mit enzyklo­pädischem Wissen" stehen mag? Diese Namen sind nur eine kleine Auswahl (und sicher nicht einmal die bizarrsten) aus den etwa 1.200 offiziellen Ti­teln, die Nordkorea seinem langjährigen geliebten Führer Kim Jong-il ver­liehen hat.
  Seit 1945 wurden weltweit über 2000 Atomtests von sieben verschiedenen Staaten durchgeführt. Doch kaum ein Test führte zu einer solchen weltweiten Empörung, wie jener in der nordkoreanischen Provinz Kimchaek, 380 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Pjöngjang. Die Reaktionen reichten von Forderungen nach harten Durchgreifen über wütendes Geifern bis hin zu naiver Panik.
Wer ist die RSO?
 
Die RSO (Revolutionär Sozialistische Organisation) arbeitet am Aufbau einer Organisation, die in Kämpfen eine Perspektive über den Kapitalismus hinaus aufzeigen kann. Wir nehmen an Demonstrationen und Aktionen teil, diskutieren solidarisch über unser Verständnis von Politik und welche Strategien wir brauchen und tauschen uns mit anderen AktivistInnen aus. Wir sind in Wien aktiv, haben aber Kontakt zu Gruppen und AktivistInnen in anderen österreichischen Städten und anderen Ländern.
 
Für Revolution und Sozialismus einzutreten, bedeutet über den engen Kreis der Linken hinauszuwirken und unsere Ideen in der ArbeiterInnenklasse zu verbreiten. Wir geben deswegen seit mehreren Jahren das Betriebsflugblatt Klartext in Wiener Krankenhäusern heraus, mit dem wir Missstände anprangern, KollegInnen ein Sprachrohr bieten und versuchen, Basisaktivitäten zu vernetzen. Mit anderen AktivistInnen gemeinsam haben wir die Initiative Care Revolution aufgebaut und diverse Demonstrationen und Protestaktionen organisiert
 
Für uns ist der Kampf gegen konkrete Ausbeutung am Arbeitsplatz, Unterdrückung durch Sexismus und Rassismus und die katastrophale Umweltzerstörung immer Verbunden mit einem Kampf gegen den Kapitalismus, der eine solidarisches Zusammenleben verhindert.