Trotzkismus

Die Existenz von verschiedenen Organisationen mit revolutionärem, trotzkistischem Anspruch ist für Außenstehende oft nur schwer zu verstehen. Die Zersplitterung dieses politischen Spektrums ist dabei nicht in erster Linie Ausdruck von Sektierertum, sondern vielmehr Ergebnis von jahrzehntelanger relativer kapitalistischer Stabilität und damit einhergehender reformistischer Dominanz in der ArbeiterInnenbewegung.

Eine erstmalige umfassende Aufarbeitung der Geschichte des österreichischen Trotzkismus von den Anfängen bis heute: die Entstehung des österreichischen Trotzkimus in den 20er Jahren, die Zeit der Illegalität in Austrofaschismus und Nationalsozialismus, die bewegte Entwicklung in der Nachkriegszeit, ein Überblick über die aktuellen trotzkistischen Organisationen in Österreich und ihre Entwicklung seit den 70er Jahren. Außerdem: Beiträge der Gruppe ArbeiterInnenstandpunkt (ASt), der Sozialistischen Alternative (SOAL) und der Sozialistischen Offensive Vorwärts (SOV) zur eigenen Organisationsgeschichte.

Angesichts der zahlreichen positiven Reaktionen auf den Band 1 unseres Trotzkismus in Österreich freut es uns umso mehr, nun den zweiten Band herauszubringen. Während der erste eine Analyse der Entwicklung des österreichischen Trotzkismus von den 20er Jahren bis heute beinhaltete, versucht der vorliegende Band, das dort gezeichnete Bild zu illustrieren und zu ergänzen. Zu diesem Zweck veröffentlichen wir eine Reihe von Interviews mit älteren Genossen, durch die vor allem die Zeitspanne ihrer revolutionären Tätigkeit von Anfang der 30er Jahre bis in die 60er Jahre beleuchtet wird.

Einige Bemerkungen zur Geschichte der Linksopposition

 

Wer ist die RSO?
 
Die RSO (Revolutionär Sozialistische Organisation) arbeitet am Aufbau einer Organisation, die in Kämpfen eine Perspektive über den Kapitalismus hinaus aufzeigen kann. Wir nehmen an Demonstrationen und Aktionen teil, diskutieren solidarisch über unser Verständnis von Politik und welche Strategien wir brauchen und tauschen uns mit anderen AktivistInnen aus. Wir sind in Wien aktiv, haben aber Kontakt zu Gruppen und AktivistInnen in anderen österreichischen Städten und anderen Ländern.
 
Für Revolution und Sozialismus einzutreten, bedeutet über den engen Kreis der Linken hinauszuwirken und unsere Ideen in der ArbeiterInnenklasse zu verbreiten. Wir geben deswegen seit mehreren Jahren das Betriebsflugblatt Klartext in Wiener Krankenhäusern heraus, mit dem wir Missstände anprangern, KollegInnen ein Sprachrohr bieten und versuchen, Basisaktivitäten zu vernetzen. Mit anderen AktivistInnen gemeinsam haben wir die Initiative Care Revolution aufgebaut und diverse Demonstrationen und Protestaktionen organisiert
 
Für uns ist der Kampf gegen konkrete Ausbeutung am Arbeitsplatz, Unterdrückung durch Sexismus und Rassismus und die katastrophale Umweltzerstörung immer Verbunden mit einem Kampf gegen den Kapitalismus, der eine solidarisches Zusammenleben verhindert.