Antiimperialismus und nationale Frage

Der Nahe und Mittlere Osten war in den letzten Jahren ein zentraler Schauplatz der internationalen Politik. Neben der imperialistischen Intervention im Irak spielte dabei der Palästina-Konflikt eine zentrale Rolle. Auch in der Debatte der deutschsprachigen Linken nahm er eine wichtige Stellung ein. Dies ist Grund genug für uns, die Konturen einer marxistischen Herangehensweise zu skizzieren und zur Diskussion zu stellen.
Die vorliegende Broschüre besteht aus vier Teilen: * Die Thesen 1-7 beschäftigen sich mit der historischen „Entwicklung der nationalen Frage“. * Teil 2 (Thesen 8-18) skizziert die „marxistische Positionierung in der nationalen Frage“. * Die Thesen 19- 28 untersuchen die „Lösungsversuche in der UdSSR“ und * Teil 4 (Thesen 29-43) behandelt die „nationale Frage heute“.
Durch den kommenden EU-Beitritt Tschechiens sind die sogenannten Beneš-Dekrete, die die Vertreibung der Deutschen aus der Tschechoslowakei nach 1945 geregelt haben, wieder einmal in einer breiteren Öffentlichkeit diskutiert worden. Im Folgenden versuchen wir, einen Standpunkt zu diesem Thema - abseits von nationalistischer Hetze und pauschalen Verurteilungen - zu finden.