Religion / Esoterik

Anlässlich des Anschlags auf Charlie Hebdo und der darauf folgenden neue Welle der Islamfeindlichkeit gab es viele Stellungnahmen linker Organisationen und Autor_innen. Während die einen vor allem die Verteidigung der Presse- und Meinungsfreiheit hochhielten, betonten die anderen den Kampf gegen antimuslimischen Rassismus oder kritisierten einzelne Cartoons der französischen Satirezeitung als rassistisch. Wir sehen viele richtige Aspekte in beiden Positionen und möchten die Komplexität und Widersprüchlichkeit der Thematik betonen. Diese Thesen sind nicht endgültig, sondern eine Bestandsaufnahme unseres Diskussionsstandes.

Die FPÖ stilisiert den EU-Wahlkampf in Österreich zum katholischen Showdown: „Abendland in Christenhand“ wird landauf, landab plakatiert, Parteichef Strache gibt gar den Nikolo der extremen Rechten und posiert mit drohend geschwungenem Kreuz. …

11 Tage wird Tendzin Gyatsu, der immer lächelnde 14. Dalai Lama, seine unterwürfigen JüngerInnen mit seiner Präsenz in Österreich beglücken. Führende PolitikerInnen bitten ergebenst um Privataudienzen, Medien ergehen sich in huldvollen Berichterstattungen und Schmeichelinterviews. Die schwarzen – oder blutig-braunen – Seiten des tibetischen Buddhismus und der Lama-Sekte werden auf breiter Front im Mythos ertränkt.

Am 21. Jänner 2009 hob Papst Benedikt die Exkommunikation des Holocaust Leugners Richard Williamson auf. Wir beleuchten die Hintergründe...