Frauen / LGBT

Die rechtspopulistische Schweizerische Volkspartei lieferte sich einen groben Faux-pas. Der Präsident der SVP Stadt Luzern, René Kuhn, zieht in einem Pamphlet über „linke“ und „ausgelumpte“ Frauen her. Während einige SVP Mitglieder diese Aussagen stark kritisieren, findet er auch Rückendeckung bei vornehmlich männlichen Kollegen. So schrecklich und mittelalterlich diese Aussagen auch tönen, wirklich überrascht sind wir nicht. Predigt doch gerade die SVP immer das „traditionelle Rollenbild“ und betreibt seit jeher eine äusserst sexistische „Realpolitik“.

Das Schwarze Cafe, ein bekanntes linkes Lokal in Wien 3, ist aus der Tradition der HausbesetzerInnenszene entstanden und kokettiert bis heute gerne und häufig mit radikal linken und anarchistischen Ideen. Dass dieser Anspruch der Realität mitunter nicht gerecht wird, soll der Bericht einer AL-Aktivistin zeigen:

Vor 30 Jahren wurde in Österreich das erste Frauenhaus eröffnet. War es damals ein Ergebnis von Bestrebungen belächelter „Emanzen“, scheint der Kampf gegen Gewalt an Frauen mittlerweile in die offizielle Politik Eingang gefunden zu haben. Aber wie sehen die Erfolge im Kampf gegen sexistische Gewalt wirklich aus?

Auch heuer werden wieder Blumen, Küchengeräte, Gutscheine für einige Stunden Hausarbeitshilfe und Selbstgebasteltes den lieben Muttis übergeben. Die Anerkennung an diesem Tag erweckt den Eindruck, es handle sich um einen gut etablierten Beruf mit hohem Ansehen in allen Kreisen. Doch die Ehrung und Wertschätzung der Mütter hält sich abseits des zweiten Maisonntags in Grenzen.

Wer ist die RSO?
 
Die RSO (Revolutionär Sozialistische Organisation) arbeitet am Aufbau einer Organisation, die in Kämpfen eine Perspektive über den Kapitalismus hinaus aufzeigen kann. Wir nehmen an Demonstrationen und Aktionen teil, diskutieren solidarisch über unser Verständnis von Politik und welche Strategien wir brauchen und tauschen uns mit anderen AktivistInnen aus. Wir sind in Wien aktiv, haben aber Kontakt zu Gruppen und AktivistInnen in anderen österreichischen Städten und anderen Ländern.
 
Für Revolution und Sozialismus einzutreten, bedeutet über den engen Kreis der Linken hinauszuwirken und unsere Ideen in der ArbeiterInnenklasse zu verbreiten. Wir geben deswegen seit mehreren Jahren das Betriebsflugblatt Klartext in Wiener Krankenhäusern heraus, mit dem wir Missstände anprangern, KollegInnen ein Sprachrohr bieten und versuchen, Basisaktivitäten zu vernetzen. Mit anderen AktivistInnen gemeinsam haben wir die Initiative Care Revolution aufgebaut und diverse Demonstrationen und Protestaktionen organisiert
 
Für uns ist der Kampf gegen konkrete Ausbeutung am Arbeitsplatz, Unterdrückung durch Sexismus und Rassismus und die katastrophale Umweltzerstörung immer Verbunden mit einem Kampf gegen den Kapitalismus, der eine solidarisches Zusammenleben verhindert.