Die 400 Streikenden des SBB-Industriewerks in Bellinzona haben den Bundesrat und die SBB-Leitung zum Rückzug ihrer Pläne für eine Betriebsschliessung gezwungen. Damit ist ihnen nach mehr als vierwöchigem Streik und Betriebsbesetzung einen Sieg gelungen, der bei Arbeitskämpfen in der Schweiz fast einzigartig ist...

Diskussion mit Gianni Frizzo und weiteren Mitgliedern der Streikleitung

Montag, 19. Mai, 19.30 Uhr
Volkshaus, Blauer Saal, Stauffacherstrasse 60, Zürich

  

Sieg des Officine-Streiks:

Welche Lehren für die Linke?

Die 400 Streikenden des SBB-Industriewerks in Bellinzona haben den Bundesrat und die SBB-Leitung zum Rückzug ihrer Pläne für eine Betriebsschliessung gezwungen. Damit ist ihnen nach mehr als vierwöchigem Streik und Betriebsbesetzung einen Sieg gelungen, der bei Arbeitskämpfen in der Schweiz fast einzigartig ist.

Der Kampf bei SBB Cargo ist noch nicht zu Ende. Nachdem die Belegschaften die Arbeit wieder aufgenommen haben, hat die SBB-Leitung damit begonnen, den Streikerfolg in Frage zu stellen und Druck auf die Officine auszuüben. Wachsamkeit und Solidarität unter den Angestellten sind weiterhin nötig.

Zusammen mit dem Streik des Personals der öffentlichen Dienste in der Waadt im Januar, der die Lohnabbau-Pläne der waadtländer Kantonsregierung vorerst bachab geschickt hat, hat der Streik bei SBB Cargo eines gezeigt: Kämpfen lohnt sich und wir können gewinnen. Umstrukturierungen, Entlassungen und Lohnabbau sind kein Schicksal. Wir Lohnabhängige können sie bekämpfen, wenn wir uns zusammenschliessen: Einig sind wir stark!

· Was hat die „Lawine“, die die Menschen im Tessin und anderswo mit sich gerissen hat, ausgelöst?

· Warum konnte der Arbeitskampf nicht auf die anderen SBB-Werke in der Schweiz, die von Restrukturierungsmassnahmen betroffen sind, ausgedehnt werden?

· Welche Faktoren waren für den Streikerfolg ausschlaggebend?

· Wie wirkt sich der Streikerfolg im Betrieb, nachdem die Belegschaften ihre Arbeit wieder aufgenommen haben, aus? Was unternehmen sie, damit sie nun beim „Runden Tisch“, wo über die Zukunft der SBB-Industriewerks verhandelt wird, nicht übers Ohr gehauen werden?

· Was ist in Bellinzona anders gelaufen als bei der Boillat Swissmetal in Reconvilier – wo der Kampf vor zwei Jahren in mancher Hinsicht recht vergleichbar gewesen ist und mit einer verheerenden Niederlage für die ArbeiterInnen geendet hat?

· Was können kämpferische Linke und GewerkschafterInnen aus diesem Streik lernen?

Über diese Fragen möchten wir mit den Kollegen aus Bellinzona diskutieren. Wir freuen uns auf deine Teilnahme!


Diskussion mit Gianni Frizzo und weiteren Mitgliedern der Streikleitung

Montag, 19. Mai, 19.30 Uhr
Volkshaus, Blauer Saal, Stauffacherstrasse 60, Zürich


Organisiert von: Antikapitalistische Linke – für Sozialismus (ALS Zürich), Revolutionärer Aufbau Zürich. Unterstützt von (Stand 30.04.08): Partei der Arbeit (PdA Zürich), Revolution, Revolutionär Sozialistische Organisation (RSO).