Frauen

LOTTA - Veranstaltung von Frauen für Frauen. Marxistinnen zu Schönheitskult, Geschlechterrollen und Klassengesellschaft. Vortrag, Diskussion und Frauenstammtisch. Am 26. März in Wien.

Das Schwarze Cafe, ein bekanntes linkes Lokal in Wien 3, ist aus der Tradition der HausbesetzerInnenszene entstanden und kokettiert bis heute gerne und häufig mit radikal linken und anarchistischen Ideen. Dass dieser Anspruch der Realität mitunter nicht gerecht wird, soll der Bericht einer AL-Aktivistin zeigen:

Laut einer kürzlich veröffentlichten Studie des Meinungsforschungsinstitutes OGM, welche unter anderem nach der Zufriedenheit der ÖsterreicherInnen mit  Blau-Schwarz fragte, sind Männer mehrheitlich der Ansicht, die Regierungsarbeit sei seit der Wende besser geworden, die Mehrheit der Frauen allerdings, sie sei nun schlechter. Im Folgenden wollen wir untersuchen, was Blau/Schwarz den Frauen tatsächlich beschert hat.
Der Nachrichtentechniker Wolfgang Priklopil entführte die 10-jährige Natascha Kampusch und hielt sie acht Jahre in einem Keller gefangen. Der Unternehmer Josef F. sperrte seine Tochter Elisabeth und mit ihr gezeugte Kinder 24 Jahre lang in ein Verlies. Der PR-Berater Reinhard S. erschlägt seine ganze Familie, um ihr "die Schande" seines finanziellen Scheiterns "zu ersparen". Die bürgerlichen Medien haben ihre Topthemen gefunden und können wochenlang über die Psyche des jeweiligen "Monsters" erschaudern und sich an den Leiden der Opfer aufgeilen. Wir wollen uns hier nicht mit den Details der einzelnen Fälle beschäftigen, die medial ohnehin endlos ausgewälzt werden. Wir wollen uns stattdessen damit auseinandersetzen, was Priklopil, Josef F. und der "Axtmörder" mit einer Gesellschaft zu tun haben, in der die Mehrheit der ermordeten Frauen durch ihre (Ex-) Partner ums Leben kommen.