Arbeitskämpfe / Betrieb / Gewerkschaften

Erich Foglar, Vorsitzender der Metallergewerkschaft, meint, dass die ÖGB-Spitze mit der präsentierten Reform „einen Meilenstein aus der Taufe gehoben“ habe. Tatsächlich sind die geplanten Änderungen ausgesprochen unspektakuläre kosmetische Maßnahmen, mit denen die bürokratische Führungsschicht ihre Kontrolle über die Gewerkschaften wieder festigen will.

Der aktuelle Konflikt um die Aufspaltung von Wienstrom geht weiter. Bei jüngsten Betriebsversammlungen hat die Führung der sozialdemokratischen Mehrheitsfraktion allerdings alles getan, um Proteste abzuwiegeln, sogar eine bereits angekündigte Großdemonstration wurde wieder abgesagt. Wir dokumentieren eine Aussendung von Personalvertreter Gilbert Karasek (KIV).

Der ÖGB „Neu“ macht dort weiter, wo der „alte“ aufgehört hat. So hatte die Verschmelzung der Gewerkschaften mit den Interessen des UnternehmerInnentums auch am 16. ÖGB- Bundeskongress höchste Priorität. Gastartikel von Gilbert Karasek, Personalvertreter bei Wienstrom

Die Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG) hat sich etwas Neues ausgedacht, um den unliebsamen Kollegen Gilbert Karasek zu beschäftigen. Kürzlich erhielt der Kollege im Namen der Gewerkschaft Post von einer Rechtsanwältin. Und die darin enthaltenen Vorwürfe sind wirklich absurd.

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Die RSO versucht seit 2010 sich aktiv mit ihren revolutionären Ideen in Betrieben zu verankern. Dafür wird das politische Betriebsflugblatt KLARTEXT in vier Krankenhäusern des Wiener Krankenanstaltenverbunds gemeinsam von RSO AktivistInnen und Beschäftigten heraus gegeben. Auf der Vorderseite werden aktuelle politische Fragen marxistisch beantwortet und revolutionäre Perspektiven aufgestellt. Auf der Rückseite werden Probleme im Gesundheitsbereich, den verschiedenen Krankenhäusern oder von einzelnen Stationen thematisiert. Mit dem Flugblatt wird sowohl versucht politische Positionen zu verbreiten, als auch in konkrete Kämpfe zu intervenieren.

Im Frühjahr 2015 hat die RSO gemeinsam mit AktivistInnen um das Betriebsflugblatt HERZSCHLAG (im AKH) und Beschäftigten verschiedener Krankenhäuser die Basisinitiative CARE Revolution Wien gegründet. Die Forderungen waren 30 % mehr Lohn und Personal in allen Berufsgruppen der Krankenhäuser. Die CARE Revolution Wien hat aufsehenerregende Flashmobs organisiert, Demonstrationen mit bis zu 800 TeilnehmerInnen organisiert und Protest auf vielfältige Weisen eine Stimme gegeben. Die CARE Revolution Wien äußert sich weiterhin zu aktuellen Entwicklungen im Gesundheitsbereich und ergreift Positionen für Beschäftigte, PatientInnen und eine fortschrittliche Gesundheitspolitik.

Wer ist die RSO?
 
Die RSO (Revolutionär Sozialistische Organisation) arbeitet am Aufbau einer Organisation, die in Kämpfen eine Perspektive über den Kapitalismus hinaus aufzeigen kann. Wir nehmen an Demonstrationen und Aktionen teil, diskutieren solidarisch über unser Verständnis von Politik und welche Strategien wir brauchen und tauschen uns mit anderen AktivistInnen aus. Wir sind in Wien aktiv, haben aber Kontakt zu Gruppen und AktivistInnen in anderen österreichischen Städten und anderen Ländern.
 
Für Revolution und Sozialismus einzutreten, bedeutet über den engen Kreis der Linken hinauszuwirken und unsere Ideen in der ArbeiterInnenklasse zu verbreiten. Wir geben deswegen seit mehreren Jahren das Betriebsflugblatt Klartext in Wiener Krankenhäusern heraus, mit dem wir Missstände anprangern, KollegInnen ein Sprachrohr bieten und versuchen, Basisaktivitäten zu vernetzen. Mit anderen AktivistInnen gemeinsam haben wir die Initiative Care Revolution aufgebaut und diverse Demonstrationen und Protestaktionen organisiert
 
Für uns ist der Kampf gegen konkrete Ausbeutung am Arbeitsplatz, Unterdrückung durch Sexismus und Rassismus und die katastrophale Umweltzerstörung immer Verbunden mit einem Kampf gegen den Kapitalismus, der eine solidarisches Zusammenleben verhindert.