Die Linke

Nachdem es ja immer wieder heißt, dass es in Österreich für die Linke kaum Potential gäbe, ist eine Untersuchung des Wiener Soziologieinstituts "Social Research Inc" sehr interessant, die von einem KP-Aktivisten zu einem Artikel auf http://derstandard.at/?id=1688139 gepostet wurde.
Keine Räumung des EKH! Linke Freiräume schaffen und verteidigen! Das „EKH“, das Ernst-Kirchweger-Haus, benannt nach einem Kommunisten, der 1965 von einem Neonazi erschlagen wurde, ist ein besetztes Haus im 10. Bezirk in Wien. Das Haus wurde 1990 von autonomen Gruppen besetzt und ist nun von der Räumung bedroht. Besonders brisant wird der Konflikt dadurch, das bis vor kurzem die KPÖ Eigentümerin des Hauses war.
Seit einigen Jahren wird die KPÖ von einem Fraktionskonflikt heimgesucht. Auf der einen Seite steht der Flügel um den derzeitigen Parteivorsitzenden Walter Baier, dessen Ziel es im Wesentlichen sein dürfte, die KPÖ in ein neues linksreformistisches Sammlungsprojekt zu überführen. Auf der anderen Seite steht eine sehr heterogene Opposition, deren wesentliche Klammer die Opposition gegen Baier ist. Nunmehr dürfte sich die Spaltung der KPÖ vollziehen.
Am 09.03. haben rund 40 AktivistInnen unterschiedlicher Organisationen der Wiener Linken eine Veranstaltung des Cafe Critique und der Studienrichtungsvertretung Politikwissenschaft im Wiener KPÖ-Lokal "Siebenstern" gestört. Als Redner war ein Redakteur der bundesdeutschen Zeitschrift "Bahamas" eingeladen. Die Bahamas ist in der Linken als Speerspitze der sogenannten "Antideutschen" oder "Antinationalen" hoch umstritten.