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Im österreichischen Volksmund gibt es den Spruch „wer nix is und wer nix kann, geht zur Post und Bundesbahn“. Was vielleicht lustig klingt, ist in Wirklichkeit aber eine Beleidigung für die vielen tausenden KollegInnen, die bei Post, ÖBB oder anderen staatlichen und staatsnahen Unternehmen gute Arbeit leisten. Wie die aktuelle Affäre rund um die Telekom Austria zeigt, stinkt der Fisch in Wahrheit vom Kopf her…
Kaum von der Seligsprechung des Kaiser Karl aus Rom zurück gekehrt, lässt Gesundheitsministerin und Gräfin Maria Rauch-Kallat die Lohnabhängigen in Österreich mit einem neuen Vorhaben erschaudern.
Anlässlich des in Baden bei Wien stattfindenden Bundeskongresses der im Mittelschülerkartellverband (MKV) organisierten Verbindungen vom 28. bis 31.05.2004, werfen wir einen Blick auf die Geschichte und aktuelle Positionen der ÖVP-Kaderschmiede. Besonderes Augenmerk verdient dabei der neue Verfassungsentwurf des Cartellverbands, der Mutterorganisation des MKV.
Der Rücktritt von Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer, Finanzminister Karl-Heinz Grasser und Klubobmann Peter Hojac-Westenthaler markiert einen bemerkenswerten Höhepunkt der internen Krise der FPÖ. Im Februar 2000, beim Amtsantritt der "Wenderegierung", herrschte noch Wonne und Waschtrog zwischen ÖVP und FPÖ. Wolfgang Schüssel, der noch kurz davor erklärt hatte, niemals als Vertreter der drittstärksten Partei in eine Regierung zu gehen, wurde mit Hilfe der FPÖ aufs Schild des Bundeskanzlers gehievt - wohl wissend, dass er in der Haider-FP einen Verbündeten zur Seite habe, dem nicht im mindesten über den Weg getraut werden könne.
Wer ist die RSO?
 
Die RSO (Revolutionär Sozialistische Organisation) arbeitet am Aufbau einer Organisation, die in Kämpfen eine Perspektive über den Kapitalismus hinaus aufzeigen kann. Wir nehmen an Demonstrationen und Aktionen teil, diskutieren solidarisch über unser Verständnis von Politik und welche Strategien wir brauchen und tauschen uns mit anderen AktivistInnen aus. Wir sind in Wien aktiv, haben aber Kontakt zu Gruppen und AktivistInnen in anderen österreichischen Städten und anderen Ländern.
 
Für Revolution und Sozialismus einzutreten, bedeutet über den engen Kreis der Linken hinauszuwirken und unsere Ideen in der ArbeiterInnenklasse zu verbreiten. Wir geben deswegen seit mehreren Jahren das Betriebsflugblatt Klartext in Wiener Krankenhäusern heraus, mit dem wir Missstände anprangern, KollegInnen ein Sprachrohr bieten und versuchen, Basisaktivitäten zu vernetzen. Mit anderen AktivistInnen gemeinsam haben wir die Initiative Care Revolution aufgebaut und diverse Demonstrationen und Protestaktionen organisiert
 
Für uns ist der Kampf gegen konkrete Ausbeutung am Arbeitsplatz, Unterdrückung durch Sexismus und Rassismus und die katastrophale Umweltzerstörung immer Verbunden mit einem Kampf gegen den Kapitalismus, der eine solidarisches Zusammenleben verhindert.