Am 25.9.1950 begann die bis heute massivste Streikbewegung der Zweiten Republik. Zehntausende Menschen waren auf der Strasse, um gegen das von Regierung und ÖGB-Führung beschlossene 4. Lohn-Preis-Abkommen zu protestieren.

Dieses sogenannte Lohn-Preis-Abkommen, welches für die ArbeiterInnen hohe Reallohnverluste bedeutete, (die Löhne wurden eingefroren und die Lebensmittelpreise radikal erhöht) bildete die ersten Ansätze der Sozialpartnerschaft, die Österreich jahrzehntelang prägte. In ihr manifestiert sich die Bereitschaft der Gewerkschaftsführung, ArbeiterInneninteressen zugunsten der wirtschaftlichen Entwicklung hint anzustellen und zu vernachlässigen.

Oktoberstreik 1950

 

Im März 1984 begann der große britische Bergarbeiter/innen/streik. Er sollte ein ganzes Jahr lang dauern und sehr wesentlich über die weitere Klassenkampfentwicklung in Großbritannien und Westeuropa entscheiden. Dieser gigantische Arbeitskampf brachte für die Lohnabhängigen eine Reihe bitterer Lehren, die es für bevorstehende Auseinandersetzungen zu lernen gilt.

Der „Great Miner’s Strike“ von 1984/85 war der wichtigste Klassenkonflikt in Großbritannien in den 1980er Jahren, ein Kampf, der lange Zeit darüber hinaus erhebliche Folgen für die Arbeiter/innen/klasse und -bewegung haben sollte. Ein Jahr lang streikten etwa 170.000 Bergarbeiter/innen (fast ausschließlich Männer), unterstützt von den Frauen der Bergbaugemeinden.

Der britische BergarbeiterInnenstreik

 

 

Österreich: Streiks in der zweiten Republik